Knochenmark-Biopsie

Wenn eine Untersuchung des blutbildenden Systems erforderlich ist, wird das Knochenmark durch eine Knochenmarkbiopsie gewonnen. Dieses Material wird zu einer weiteren Untersuchung in ein Speziallabor versandt. Um auch vor Ort eine Beurteilung des Materials zu ermöglichen, wird die Knochenmarkbiopsie in der Regel mit einer Knochenmarkaspiration verbunden. In einzelnen Fällen kann auch nur eine Aspiration erfolgen.

Es ist heute üblich, das Knochenmark am hinteren Beckenkamm zu entnehmen. Zunächst erfolgt eine lokale Betäubung. Nach einer gewissen Einwirkzeit wird ein kleiner Hautschnitt (Stichinzision) ausgeführt. Die Knochenmarkentnahme selbst erfolgt mittels einer so genannten Jamshidi-Nadel. Wenn eine Aspiration erfolgt, so ist bedingt durch den entstehenden Unterdruck beim Ansaugen des Knochenmarks mit einem kurzen, reißenden Schmerz zu rechnen, während bei der Biopsie in der Regel nur ein Druck empfunden wird.

Nach Entnahme der Biopsie wird ein Druckverband angelegt, den Sie bitte bis zum darauf folgenden Morgen belassen.