Orale Chemotherapie

Zytostatika können nicht nur parenteral, sondern auch oral gegeben werden. Diese Form der Therapie, die für einzelne Substanzen schon immer zur Verfügung stand, gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Ein Vorteil der oralen Therapie liegt darin, dass der Patient die Behandlung in der häuslichen Umgebung durchführen kann und nur zu Kontrollen der Blutwerte in die Arztpraxis kommen muss.

Ein Nachteil liegt darin, dass abhängig von verschiedenen Faktoren (Füllungszustand des Magens, verzehrten Nahrungsmitteln etc.) die Aufnahme der Wirksubstanz aus dem Darm in das Kreislaufsystem stark schwanken kann und daher unterschiedliche Wirkstoffspiegel im Blut entstehen können.

Orale Chemotherapien stehen für eine Vielzahl von Erkrankungen wie z.B. Leukämien, Lymphome, Brustkrebs und Dickdarmkrebs zur Verfügung.